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Für Unternehmen

Fehlende Belege nachfordern, ohne selbst hinterherzutelefonieren.

Ein Bankumsatz ohne Beleg ist selten Zufall — meist ein vergessener Anhang, eine verlegte Quittung oder eine Rechnung, die nie ankam. Glattgebucht findet die Lücke, sucht zuerst selbst und formuliert erst dann eine Nachfrage an den Lieferanten. Versendet wird nie ohne Ihre Freigabe.

Woran Sie erkennen, dass Belege fehlen

  • Ein Bankumsatz hat keinen zugeordneten Beleg.
  • Eine Abo- oder Mietzahlung taucht ohne monatlichen Beleg auf.
  • Die Steuerkanzlei fragt dieselbe Position mehrmals nach.
  • Die gebuchte Vorsteuer wirkt höher, als die vorliegenden Rechnungen hergeben.
ABLAUF

Drei Schritte, bevor überhaupt eine Mail entsteht.

Erkennen

Jeder Bankumsatz wird gegen vorhandene Belege abgeglichen, inklusive wiederkehrender Zahlungen wie Miete oder Abos.

Selbst suchen

Beleg-Postfach, E-Mail-Anhänge und falsch abgelegte Dateien werden durchsucht, bevor eine Nachfrage überhaupt formuliert wird.

Nachfragen

Erst wenn nichts gefunden wird, entwirft der Agent eine Mail an den Lieferanten. Versendet wird ausschließlich nach Ihrer Freigabe.

BEISPIEL AUS DEM PROTOKOLL
18.09. 09:14 Bankumsatz 41,20 € · Amazon Business — kein Beleg gefunden
18.09. 09:14 Suche in Postfach und Anhängen — kein Treffer
18.09. 09:15 Entwurf: Nachfrage an Amazon Business — wartet auf Freigabe
19.09. 11:02 Freigegeben, Mail versendet
21.09. 08:40 Rechnung erhalten — Vorsteuer 6,58 € gesichert

Warum das mehr ist als Ordnung.

Ohne ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG (in Österreich sinngemäß § 11 UStG) ist der Vorsteuerabzug gefährdet — bei 200 Belegen im Monat fällt eine fehlende Position oft erst bei der Umsatzsteuervoranmeldung auf. Jede Nachfrage und jede Antwort landet zudem im GoBD-Protokoll, nachvollziehbar für die Kanzlei.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn der Lieferant nicht antwortet?

Die Position bleibt offen und sichtbar; der Agent erinnert, erstellt aber keinen Eigenbeleg auf eigene Faust. Ob ein Eigenbeleg infrage kommt, entscheiden Sie oder Ihre Kanzlei.

Werden Mails ohne meine Zustimmung verschickt?

Nein. Externe Mails an neue Empfänger laufen auf keiner Automatikstufe automatisch — das gilt unabhängig von der erreichten Vertrauensstufe.

Was, wenn der Beleg eigentlich schon vorliegt, nur falsch abgelegt?

Die Postfach-Suche prüft auch falsch zugeordnete Dateien und Anhänge, bevor eine Nachfrage entsteht.

Gilt das auch in Österreich oder der Schweiz?

Der Ablauf ist gleich; die rechtliche Grundlage unterscheidet sich leicht. Details für Österreich und die Schweiz stehen auf den jeweiligen Länderseiten.

Fehlende Belege nicht mehr manuell nachjagen.

Frühzugang für Unternehmen und Kanzleien, solange Glattgebucht in Entwicklung ist.